Von der Gründung bis zum Kriegsausbruch 1914

Am 29. Juli 1911 wird bei „Metzgerei und Wirt Mezger“ der „Turnverein Ottmarsheim“ gegründet, dessen erster Beschluss „die Anschaffung dreier Turnbücher für den Turnwart Friedrich Schwandner“ war. Nachdem noch im selben Jahr ein Reck und Barren, sowie Hanteln angeschafft wurden, entwickelte sich sehr bald ein reges Vereinsleben.

So wurde an sämtlichen Gauturnfesten der näheren Umgebung mit achtbaren Erfolgen teilgenommen. Bei den monatlichen Sitzungen, die meist sonntagnachmittags abgehalten wurden, vermerkte der Schrift-führer bezüglich des Besuches lediglich: Anwesend: Alles“.

Den geselligen Höhepunkt des Vereinlebens bildeten die alljährlichen Weihnachtsfeiern mit „komischen Vorträgen, Pyramiden, Stabübungen und Verlosung“.

Das 1913 abgehaltene Stiftungsfest im Garten des Mitgliedes Herrmann Bruker „wurde mit Musik, Ka-russell, Schiffschaukel und abschließendem Festball im Vereinslokal Rose gefeiert“. Doch bereits im nächsten Jahr verzeichnete das Protokoll, dass „infolge Krieges die Vorstandsmitglieder abwesend waren“. Man entschloss sich, „die Mitglieder, die im Felde sind, mit einer Kleinigkeit zu erfreu-en und jedem für 2 Mark Zigaretten zu schicken“. So war mitten in diese mit viel Schwung und Eifer be-triebene Aufbauarbeit des jungen Vereins der Erste Weltkrieg hereingebrochen.
TSV-Turner um 1913