Die Zeitwende 1981

Durch das unheilvolle Brandereignis, das den gesamten Sportbetrieb des TSV Ottmarsheim stark beein-trächtigte, entschied sich die Stadtverwaltung Besigheim, die im Eingemeindungsvetrag von 1971 zugesagte Mehrzweckhalle, die ohnehin in nächster Zukunft hätte gebaut werden müssen, schnellstmöglich zu erstellen.

Nachdem der Grunderwerb hierfür im Zusammenhang mit dem geplanten Neubaugebiet „Kreuzäcker“ erfolgreich abgeschlossen war, wurde mit dem Bau der zwischenzeitlich geplanten Mehrzweckhalle be-gonnen.

Zwischenzeitlich war die Brandschadensabwicklung mit der Gebäudebrandversicherung soweit fortge-schritten, dass man von Seiten des Vereines wusste, mit welchem Betrag als Entschädigung für das abge-brannte Anwesen des Vereines zu rechnen war. Die Erstattung konnte allerdings nur unter der Vorausset-zung erfolgen, dass ein neues Gebäude errichtet würde.

Aufgrund dieser Tatsache entschloss sich die Vereinsführung bei der neu errichteten Mehrzweckhalle ein Vereinsheim mit Küche, Lagerräumen samt sanitären Anlagen weitgehend in Eigenleistung zu erstellen. Baubeginn des Vereinsheimes war schließlich der 19.3.1981, das Richtfest wurde am 8.8.1981 gebührend gefeiert.

Die Stadt Besigheim sagte zu, das abgebrannte Vereinsheim beim Sportplatz an der Ilsfelder Strasse in kleinerem Maßstab wieder zu errichten, so dass der Spielbetrieb auf dem Sportplatz weitergehen konnte.

Trotz der schwierigen äußeren Umstände konnte erfreulicherweise wieder eine Aktiven-Fußballmannschaft sowie zwei Jugendfußballmannschaften, bei der Tischtennisabteilung sogar drei Akti-venmannschaften, zwei Jugend- sowie eine Schülermannschaft für die jeweiligen Punkterunden gemeldet werden.

Die Mitgliederzahl stieg erneut und betrug Ende des Jahres 1981 bereits 245 Mitglieder.
Mit Beendigung der Innenausbauarbeiten, der Anschaffung der Inneneinrichtung des Vereinsheimes samt der kompletten Küche musste man erkennen, dass die finanziellen Mittel des Vereins trotz enorm hoher Eigenleistung vieler Mitglieder nicht ausreichen würden, so dass zur Schließung der entstandenen Deckungslücke ein Darlehen in verhältnismäßig großer Höhe aufgenommen werden musste.

Da die neu erstellte Mehrzweckhalle, die durch einen Namenswettbewerb schließlich den Namen „Bür-gerhalle“ erhielt, bald für den Trainings- und Spielbetrieb zur Verfügung stehen sollte, ging es auch sport-lich weiter bergauf. Die Fußballabteilung hatte neben den Aktiven zeitweise vier Jugendmannschaften im laufenden Punktewettbewerb. Die Tischtennisabteilung konnte den Aufstieg der 1. Jugendmannschaft in die Bezirksklasse und im folgenden Jahr in die Verbandsliga vermelden. Auch die Turnabteilung expan-dierte weiter. Neben mehreren Kinderturngruppen gab es verschiedene Mädchen- sowie eine Frauengrup-pe. Außer dem Jedermannturnen gab es inzwischen auch eine Senioren-Gymnastikgruppe.

Als wichtigstes und zugleich herausragendstes Ereignis in der jüngeren Vereinsgeschichte galt die Ein-weihung der „Bürgerhalle“ am 5.6. und 6.6.1982, sowie einige Wochen später, nämlich am 19.8. und 20.8.1982, die Einweihung des TSV-Vereinsheimes. Man konnte ab sofort in einer herrlichen Halle am Ort unproblematisch Sport betreiben und sich anschließend zu gemütlicher Runde im Vereinsheim zu-sammensetzen.

Schneller als erwartet und geplant, ließ die Stadtverwaltung bei der Bürgerhalle den neuen Rasensport-platz anlegen. Dieser konnte jedoch für zwei Jahre nicht genutzt werden. Neben einer Jazz-Tanzgruppe wurde Ende 1983 eine Fußball-Seniorenabteilung (AH) gegründet. Sie entwickelte sich rasch im sportli-chen als auch außersportlichen Bereich zu einer festen Größe im Vereinsleben. Außer bei Hallen- und Feldturnieren zeigten die Seniorenfußballer auch im geselligen und außersportlichen Bereich rasch, welch großes Potential in ihnen steckte.

Im Sommer 1984 konnte der neue Rasensportplatz eingeweiht werden. Dabei hatten die Senioren-Fußballer einen besonderen Leckerbissen anzubieten. Als Gegner der Einheimischen konnte man die Traditionself des VfB Stuttgart, die mit vielen ehemaligen Bundesliga-Profis angereist war, gewinnen.

Mit den nun vorhandenen optimalen Sportanlagen in Ottmarsheim konnte man endlich in zeitgemäßer Umgebung seinem Hobby frönen. Besonders der TSV Ottmarsheim war deshalb der Stadtverwaltung zu großem Dank verpflichtet.

Eine weitere notwendig Beitragserhöhung auf 30 DM für Erwachsene und 15 DM für Jugendliche wurde beschlossen. Die Mitgliederzahl stieg dennoch weiter und betrug Ende 1984 die stattliche Zahl von 302.

Mit der neuen Bürgerhalle, der TSV-Vereinsgaststätte mit schöner Freiterrasse, dem neuen Fußballplatz sowie angrenzendem Kinderspielplatz konnte auch das kulturelle Angebot durch Veranstaltungen der un-terschiedlichsten Art ganz erheblich erweitert werden. Es blieben kaum Wünsche offen. Doch nachdem der Neubau des TSV Vereinsheimes abgerechnet war, gaben die noch hohen offenen Posten in der Finan-zierung Anlass zu großen Sorgen. Wie konnte man die für den Verein sehr große Schuldenlast stemmen?

Durch die tatkräftige Unterstützung durch die Stadtverwaltung Besigheim, die mit einer Ausfallbürg-schaft „in die Bresche sprang“, den anderen örtlichen Vereinen, namentlich den Landfrauen und dem Ge-sangverein Liederkranz, sowie einer Vielzahl an Spendern und Mitgliedern, einer abermaligen Beitragser-höhung auf 48 DM für Erwachsene, konnte die finanzielle Belastung für den Verein auf ein verkraftbares Niveau gebracht werden.

Auf sportlichem Sektor ging die Aufwärtsentwicklung weiter. Die Tischtennis-Abteilung konnte 1984 zusätzlich eine Schülerinnen-Mannschaft für die Punktspielrunde anmelden. Diese schaffte bereits im fol-genden Jahr den Aufstieg in die nächsthöhere Spielklasse. Ebenfalls aufgestiegen war die 1. TT-Mannschaft der Aktiven. Sie sollte in der neuen Saison in der Kreisliga spielen. Die Fußballabteilung nahm mit fünf Mannschaften an den verschiedenen Punktspielrunden teil.

Als jüngste Abteilung konnte man im 75. Jubiläumsjahr 1986 die Gründung einer Damen-Volleyballgruppe vermelden. Durch regelmäßige Trainingsabende bereitete man sich auf die in der folgen-den Saison beginnende Verbandsrunde vor.

Vom 27.8. bis 31.8.1986 wurde das 75 jährige Bestehen des Vereines gebührend gefeiert, wobei vor allem im großen Festzelt das Festbankett, die Tanzabende für die Jugend sowie die Darbietungen der unter-schiedlichen Abteilungen des TSV für den gebührenden Jubiläumsrahmen sorgten.

Das nochmals erweiterte Sportangebot spiegelte sich weiter in der steigenden Mitgliederzahl wider. Der TSV Ottmarsheim hatte im 75. Jubiläumsjahr einen Mitgliederstand, einschließlich Jugendlichen, von 418 Mitgliedern. Somit hatte man bezogen auf den Einwohnerstand der Gemeinde Ottmarsheim einen Orga-nisationsgrad von über 30% erreicht.

Durch besonders starken Zulauf zu den verschiedenen Volleyballteams konnte erstmals 1987 eine Vol-leyball-Jugendgruppe gebildet werden.
Auch die inzwischen erstarkten Volleyball-Damen schafften bereits 1990 den Aufstieg von der Kreisliga C in die Kreisliga B.
Im Juli feierte die Fußballabteilung ihr 10-jähriges Jubiläum seit der Wiedergründung 1980 in einem zwei-tägigen Fußballturnier.
Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Frauenturngruppen wurde ein gemeinsamer Ausflug in die Schweiz unternommen.

Sportliche Erfolge ob des anhaltenden Zulaufes von Mitgliedern in allen Gruppen waren zu vermelden
Bereits ein Jahr nach der Gründung einer Volleyball-Herrenmannschaft gelang 1992 der Aufstieg in die Kreisliga B. Die Volleyball-Damenmannschaft schaffte ein Jahr später sogar den Aufstieg in die A-Klasse Nord. Dass dort ein anderer Wind wehte, musste bereits im folgenden Jahr mit dem postwendenden Ab-stieg erkannt werden.

Ebenfalls erfolgreicher Aufsteiger in die Kreisliga war die 1. Herrenmannschaft im Tischtennis.

Mit nun über 502 Mitgliedern in 5 Sparten stieß man ab 1993 an die Grenzen der Bürgerhallenkapazität. Mehrere Gruppen mussten ihre Punktspiele in Besigheim absolvieren. Auch hatten einige Gruppen mit rollierenden Trainingsabenden keinen festen Platz in der Bürgerhalle zum Training zur Verfügung. Nichtsdestotrotz schaffte die Volleyball-Herrenmannschaft den Durchmarsch in die A-Klasse Nord.

Um eine weitere Investition am Vereinsheim kam man nicht herum. Um die enormen Wartungs-, Was-ser- und Energiekosten in den Griff zu bekommen, koppelte man das Vereinsheim von der gemeinsamen Versorgung von der Bürgerhalle ab. Trotzdem konnte sich der Verein gegen Ende 1994 erstmals, nach langen Jahren der sparsamsten Haushaltsführung seiner Restschulden entledigen.

Dass der TSV Ottmarsheim eine gute sportliche Heimat sein konnte, zeigte sich in der Tatsache, dass sich trotz mancher Engpässe immer mehr Sportinteressierte fanden. 1995 gehörten bereits 575 Mitglieder dem Verein an. Das sportliche Auf und Nieder in einzelnen Bereichen führte auch zu einer Neuorientierung hin zu mehr fachlich ausgebildeten Übungsleitern und Trainern.

Nach über 10 Jahren konstanter Mitgliedsbeiträge wurde für 1996 einer Beitragsanpassung zugestimmt. Ein Kind hatte dann 24 DM, ein Jugendlicher bis 18 Jahre 40 DM, ein Erwachsener 65 DM und eine Fa-milie 160 DM an Jahresbeitrag zu entrichten.

Als Folge dieser Beitragserhöhungen mussten in den folgenden Jahren ein Mitgliederschwund verzeichnet werden. Auch wurden zwischenzeitlich immer öfter die sportlich erfolgreichsten TSV-ler von anderen Vereinen abgeworben. Ein Umbruch war in der bis dato sehr erfolgreichen Tischtennis-Abteilung zu ver-melden. Ebenso konnte die Volleyball- Abteilung ihre erfolgsverwöhnten Mannschaften nicht mehr am aktiven Spielbetrieb halten. Ganz anders die Turnabteilung die sich steter Beliebtheit ganz besonders im Kinder- und Jugendbereich erfreuen konnte. Derselbe Trend war im Jugendfußballbereich festzustellen. Man hatte 65 aktive Jugendspieler verschiedener Altergruppen im Einsatz.

Um für zukünftige sportliche und auch gesellschaftliche Veränderungen von Seiten der Ottmarsheimer Bevölkerung vorbereitet zu sein, startete man eine Fragebogenaktion „TSV 2000“. Mit einem in alle Ott-marsheimer Haushalte verteilten Fragebogenkatalog wollte man sich frühzeitig eventueller neu anzubie-tender oder zu verändernder sportlicher Trends in Ottmarsheim vorbereiten.

Als 1998 das im Umkreis so beliebte „NEB-Fußballturnier“ in Ottmarsheim durchgeführt wurde, bestand der TSV Ottmarsheim aus 478 Mitgliedern.
Erstmals gab es keine aktive Tischtennis-Abteilung mehr im Verein. Tischtennis und ebenso Volleyball wurde seitdem nur noch als Freizeitsportgruppe im Verein betrieben.

Negativ wurde auch festgestellt, dass die 1. Aktiven Fußballmannschaft in die Kreisliga C abgestiegen war. Ein dringend gebotener Umbau der Mannschaft wurde notwendig. Dass dies postwendend gelang, zeigte sich am direkten Wiederaufstieg in die Kreisliga B.

Eine dringend erforderliche Sanierung des Vereinsheimdaches sowie notwendige Verbesserungen in den Innenräumen desselben führten trotz tatkräftiger Mitarbeit einiger Vereinsmitglieder bereits 1999 dazu, dass der Verein wieder ein Darlehen in Anspruch nehmen musste. Weiter erschwerend kam dann hinzu, dass die schwierige Pächtersituation mit der Vereinsgaststätte die Vereinsleitung wieder zur Einhaltung eines rigiden Sparkurses mit teils schmerzlichen Kürzungen der einzelnen Abteilungs- Etats zwang.

Sportlich führte dies jedoch kaum zu Beeinträchtigungen, im Gegenteil. Schon im folgenden Jahr 2000 wurde eine weitere Kinderturngruppe eingeführt.

Die 1. Mannschaft der Fußballabteilung konnte mit dem Aufstieg in die Kreisliga A den bisher größten Erfolg in der Ottmarsheimer Fußballgeschichte erzielen.
Im Jugendfußball Bereich waren zwischenzeitlich 75 Kinder aktiv am Spielbetrieb beteiligt.

Inzwischen gehörten wieder 542 Mitglieder, davon 241 Kinder und Jugendliche dem Verein an.

Um sich einmal jährlich als Gesamtverein mit allen Gruppen und Mannschaften in der Ottmarsheimer Öffentlichkeit präsentieren zu können, wurde im gleichen Jahr beschlossen, jeweils zum Ende der laufen-den Punktspiele-Runde ein „Sportwochenende“ auf den Ottmarsheimer Sportanlagen durchzuführen. Erstmals im Sommer 2000 präsentierten sich alle TSV Gruppen und Sparten mit den in ihren Gruppen ausgeübten Sportarten in der Öffentlichkeit. Auch diese werbewirksame Veranstaltung führte in der Folge zu weiter steigenden Mitgliederzahlen im Verein.

Um die Attraktivität für möglichst viele Volleyballfans in Ottmarsheim zu steigern, entschlossen sich die Aktiven der Abteilung 2001 ein eigenes Beachvolleyball-Spielfeld anzulegen. Da von Seiten der Stadt keine Mittel zur Verfügung standen, verständigte man sich darauf, diese anspruchsvolle Aufgabe in Eigenregie mit Gönnern und Helfern aus den eigenen Reihen zu schultern.

Eine weitere Vergrößerung des Sportangebotes im TSV bildete die ebenfalls 2001 neu gegründete Kara-teabteilung. Begünstigt durch die Tatsache, dass einige Ottmarsheimer diesen Sport bereits in Nachbarver-einen ausübten, sorgte auch deren alsbaldige Rückkehr zum TSV für einen kräftigen Aufschwung der Ka-rategruppe innerhalb der nächsten Jahre. Durch ein attraktives und zeitgemäßes Training, sowie sehr ori-ginelle, neuartige Darbietungen auch bei außersportlichen Veranstaltungen des Vereins war man sicher, dass eine lange erfolgreiche Arbeit mit dieser Karategruppe bevorstand. Da auch regelmäßig sogenannte „Schnupperkurse für Anfänger und Erwachsene“ angeboten wurden, entwickelte sich die Abteilung sehr rasch zu einer festen Größe innerhalb des TSV.

Mit der Einführung des Euro ging auch eine Umstellung der Übungsleitervergütungen einher. Man musste feststellen, dass eine zunehmende Professionalisierung und höhere Ausbildung der Trainer und Übungsleiter nicht mehr zum Nulltarif zu haben waren. Zudem machte die Gefahr der Abwerbung der gut ausgebildeten Übungsleiter in besser entlohnende Vereine eine Aufwandsentschädigung für diese Ü-bungsleiter und Trainer notwendig.

Durch weitere, umfangreiche Modernisierungs- und Renovierungsaufgaben der vereinseigenen Anlagen wurde die Euro-Einführung gleichzeitig zu einer moderaten Beitragsanpassung genutzt.
Erwachsene hatten nun 36 €, Kinder und Jugendliche 20 € und Familien 87 € Jahresbeitrag zu entrichten.
Bereits 2002 fanden sich 600 Mitglieder, davon 243 Kinder und Jugendliche im Verein. Negativ war im selben Jahr der Abstieg der 1. Fußballmannschaft in die Kreisliga B zu vermelden.

Die weiter steigenden Mitgliederzahlen führten zu immer größeren Engpässen bei der Nutzung der Bür-gerhalle. Verzweifelt suchte man nach Lösungen, um möglichst allen Sportgruppen eine Übungsmöglich-keit in der voll belegten Halle einzuräumen. Schließlich sah man in einer zeitweilig durch einen Trennvor-hang zu teilenden Halle die Lösung. Nach Verhandlungen mit der Stadt wurde 2003 offiziell die Einbrin-gung einer Falttrennwand in der Bürgerhalle bei der Verwaltung beantragt.

Als man im Jahre 2005 die Einweihung der Falttrennwand in der Bürgerhalle feiern konnte, hatte sich der Verein auf 666 Mitglieder, davon 286 Kinder und Jugendliche in 26 Gruppen und Mannschaften vergrößert. Die Möglichkeit der Trennung der Halle führte in den folgenden Jahren zu einer merklichen Entspannung der Hallenbelegungssituation. Auch dies führte in der Folge zu weiteren Vereinseintritten in allen Bereichen.

Bestärkt durch diesen Trend zeigte sich die Notwendigkeit, Training und Spielbetrieb weiter zu verbes-sern. Die verstärkten sportlichen und ideellen Aufwendungen aller im Verein Tätigen führten dazu, dass man sich auch zeitlich immer stärker in den eigentlichen Zweck des Sportvereins eingebunden sah. Außersportliche Veranstaltungen des TSV waren, trotz knapper Kassenstände, immer schwerer durchzuführen. So wurde das jährliche „TSV Sportwochenende“ ab 2007 nur noch im zweijährigen Rhythmus durchgeführt. Dagegen beteiligte sich der Verein ab 2007 wieder aktiv beim Winzerfest in Besigheim.

Ursächlich durch die 2006 notwendige gewordene Beitragserhöhung verringerte sich der Mitgliederstand 2007 erstmals auf nun 627 Mitglieder bei 299 Kindern und Jugendlichen.

Im Juni 2008 konnte im Rahmen eines kleinen, aber feinen Festes das 60 jährige Jubiläum der Fußball-Abteilung begangen werden.
Um die angespannte Kassenlage des Hauptvereins durch weiter gestiegene Ausgaben im sportlichen Be-reich zu entlasten, wurde in der Hauptversammlung erstmals flächendeckend über alle Abteilungen, die Einführung eines Abteilungsbeitrages beschlossen.
Die verstärkten Austritte von zum Teil langjährigen Mitgliedern sowie das konsequente Einfordern der Mitgliedsbeiträge zeigten jedoch, dass man an eine imaginäre Grenze der Beiträge gekommen zu sein schien. Mit 555 Mitgliedern musste man erstmals von einem Einbruch der reinen Mitgliedszahlen sprechen.

Für weitere Attraktivität sorgte jedoch die erstmalige Gründung einer Frauen-Fußballgruppe 2009. Von einigen ambitionierten Aktiven-Fußballern trainiert, konnte schon nach kurzer Zeit durch bemerkenswerte fußballerische Leistungen für mächtigen Aufwind gesorgt werden. Der logische Schritt, die Teilnahme an der aktiven Punktspielrunde, erscheint möglich.
Umgekehrt scheint die Bereitschaft, sich außersportlich in den Verein einzubringen, zu sinken. Erstmals konnte der zur festen Größe im TSV-Jahr gewordene Kinderfasching in der Bürgerhalle mangels Bereit-schaft der Mitarbeiter nicht durchgeführt werden.

Verstärkte Anstrengungen aller Verantwortlichen machten es möglich, dass die vielen verschiedenen Gruppen und Teams innerhalb des TSV, versorgt mit besten Einrichtungen zur weiteren Vergrößerung und Stabilisierung der TSV-Familie werden konnten.
Durch die Bereitschaft vieler Fachübungsleiter werden auch immer öfter spezielle Kursangebote bereit-gestellt. Die rege Beteiligung der Teilnehmer auch von immer mehr Nichtmitgliedern, zeigt, dass dieser Weg richtig und notwendig ist.

Im Jubiläumsjahr 2011 präsentiert sich der Verein als aktive, lebendige, um weitere Attraktivität bemühte Sportgemeinschaft, die ihren festen Platz im Ottmarsheimer Gemeinwesen hat.

Dass der eingeschlagene Weg richtig ist, zeigt die Tatsache, dass trotz vieler, oft konkurrierender Sport-angebote der TSV Ottmarsheim mit seinen derzeit 555 Mitgliedern, davon 228 Kindern und Jugendlichen, für die nächsten Jahrzehnte ob seiner Vitalität und Prosperität eine weiterhin gute Adresse für Jung und Alt am Ort sein wird.